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Kirchen-Matrikel
Genealogisches

Familien-Namen in Garschönthal aus dem Jahre 1600

Allen, Anger, Böhm, Ckfeck, Diem, Halm, Haus'r, Hecher, Hilma, Horäckh, Hörman, Junckhir, Kalser, Kinau'r, Korber, Kramer, Lächinger, Laufer, Leitner, Leuthner, Lutz, Mänckhin, Maßmiller, May'r, Mendzesser, Neumann, Pay'r, Pitto, Scharber, Scheid, Schim, Schneider, Schweinecker, Seitl, Spändl, Stoiber, Wenz, Windsacher, Wintder (Quelle: "Aufzeichnungen der Heimatgemeinde Garschönthal" von Alois Berger).

Alois Berger hat auch einige Hochzeitspaare aus Garschönthal namentlich festgehalten, die Anno 1758 (a-e) sowie Anno 1767 (f) in den Traumatriken der Pfarre Falkenstein enthalten sind:

a) Johann Auffinger mit Susana Canauer. Michael Binder, Trauzeuge.

b) Ctonzl mit Susana Dragrein. Zeuge Anton Wentzl.

c) Johann Bös mit Magdalena Wratzlin. Zeugen nicht benannt.

d) Thomas Blay mit Anna Maria Plat sowie Thomas Flei mit Maria Wagner. Pfarrer: Höltz. Zeugen nicht benannt. 

e) Johann Höß mit Maria Cürythmer sowie Rochus May'r mit Catharina Grohmann (stammt aus Schiermansdorf, eingegangener Ort).

f) Am 18ten Februario 1767 wurde Cupuliert Andreas Eicbier Wittiber und Nachbar in Garschönthal mit der Magdalena Schiesterlin, Tochter von Josef Schiesterlin, Nachbar in Katzelsdorf. Zeugen waren Florian Binder und Simon Hymm beide aus Garschönthal.

 

Das Kriegerdenkmal:

1. Die Errichtung des Denkmals

73 Heimkehrer in Poysbrunn wählten im Herbst 1921 in einer Vollversammlung den hier 1920 - 1924 wirkenden Lehrer Johann Fiedler zum Obmann eines Kriegerdenkmalkomitees.1 Dieses sammelte Geld für das Projekt2 und suchte im April 1922 bei der Gemeinde um die Genehmigung des Standplatzes vor Nr. 89 (heute Kirchenstr. 1) an, wo damals noch die barocke Johannes-Nepomuk-Statue stand. Die Gemeinde stimmte zu.3 Die auf einem hohen Sockel stehende Statue4 wurde niedergerissen, dabei zertrümmert und lag dort lange Zeit herum. Erst als Pfarrer Schnaubelt drohte, das Kriegerdenkmal würde nicht geweiht, ließ die Gemeinde die Nepomuk-Statue renovieren und neben der Mühlbachbrücke beim Haus Nr. 166 (heute Hauptstr. 17) aufstellen.5

     ‚óŹ Das Denkmal

aus Granit, bestehend aus Sockel, Obelisk und einem krönenden Adler, hergestellt vom Wiener Steinmetz Lehner, kostete 350.000 K, so dass das gesammelte Geld nicht reichte.6 Es erhielt am 5. Juni 1922 (Pfingstmontag) in einer großen Feier von dem aus Poysbrunn stammenden Priester Franz Hugl († 1959) die kirchliche Segnung.7

2. Die Erweiterung des Denkmals

Nach dem Zweiten Weltkrieg errichtete Pfr. Schnaubelt ein großes Friedhofskreuz als Kriegerdenkmal, das von den Familien Johann und Matthäus Riemerth Nr. 66 (h. Franzbergstr. 45) und Nr. 73 (h. Franzbergstr. 47) gestiftet und von Kardinal Innitzer am 11. Juni 1947 geweiht wurde.8
Die Gemeinde aber erweiterte das Denkmal im Ort um je einen Pylonen beiderseits des bisherigen Obelisken.
Der Obmann des Komitees, Johann Fiedler, wirkte laut Dekret des B.S.R. v. Mistelbach v. 29. Nov. 1920, Zl. 27/52 ab 2. Dez. 1920 als Substitut an der Volksschule Poysbrunn und übernahm die 3. Klasse mit 52 Kinder. Gewohnt hat er im Haus Nr. 126, heute Feldstr. 7. Fiedler wurde am 16. April 1897 in Garschönthal (Haus Nr. 19, heute Uvaly in Tschechien) als Sohn des Johann Fiedler, Landwirt und Zimmermann, geb. 25. Aug. 1872 und der Elisabeth Fiedler, verw. Thiem, geb. 22. Sept. 1870, geboren. Er besuchte die zweiklassige Volksschule dort und die 2. Klasse Bürgerschule in Feldsberg (heute Valtice in Tschechien). Die 3. Klasse Bürgerschule, die Vorbereitungsklasse und den 1. und 2. Jahrgang der Privatlehrerbildungsanstalt besuchte er in Wien im 18. Bez. Er rückte im Jahr 1915 zur militärischen Dienstleistung ein, kam am 17. Okt. 1918 in italienische Gefangenschaft, aus welcher er am 19. Juni 1919 zurückkehrte und besuchte hierauf im Schuljahr 1919/1920 den an der St. L. B. A in Wien mit dem Erlass v. Staatsamt für Unterricht v. 20. Sept. 1919, Z. 20.212-Abt. 13 errichteten Kurs für die aus der Kriegsgefangenschaft heimkehrenden ehemaligen Zöglinge und erwarb in den Monaten Juni und Juli 1920 ein Zeugnis der Reife für Volksschulen, nachdem er vorher über den 3. u. 4. Jahrgang Prüfungen machte. Lt. Anstellungsdekret des L.S.R für N.Ö. Land, Zl. 3.253/II v. 31. Juli 1922 wurde der „prov. Lehrer Johann Fiedler ad personam als def. V.L. 4. Gruppe“ angestellt, nachdem er sich in im April 1922 einer Lehrbefähigungsprüfung für Volksschulen einer Prüfungskommission in Ober-Hollabrunn unterzogen hatte und dabei als „befähigt“ erklärt wurde. Ab 16. Sept. 1922 trat er einen zweimonatigen Krankenurlaub wegen Lungenspitzenkatarrh und Magenneurose an, ebenso ab 8. April 1924, und unterrichtete deshalb nur bis 7. April 1924 in Poysbrunn, weil er lt. Anstellungsdekret  des NÖ. L.S.R v. 28. Feb. 1924. Z.II. – 2076 als „def. VL. in Großkrut mit Wirksamkeit vom 1. Mai 1924 angestellt“ wurde. Von dort verliert sich sein Weg, weil in der Schulchronik Großkrut keine Angaben über ihn vorhanden sind. Fiedler ist 1965 in Mödling verstorben.

Quellen: Chronik Franz Stubenvoll, Schulchronik Poysbrunn, Zeitzeugin Fr. Maria Pech

Verfasser: Anton Jilli (Der Verfasser hat mir freundlicherweise diesen Artikel zur Aufnahme in meine Honepage zur Verfügung gestellt.)









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